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Bananenstauden zaubern Tropenflair

22.07.2008












Immer öfter sieht man Bananen-Stauden in Gärten, Wintergärten und Zimmern grünen. Was auf den ersten Blick verwundern mag, schließlich herrscht bei uns nicht unbedingt tropisches Klima. Doch so zart besaitet sind Bananenstauden gar nicht - zumindest nicht alle der 60 Arten.

Die schlanken Stämme mit den großen Blättern zaubern exotisches Flair. Aber Banane ist nicht gleich Banane, auch wenn im Supermarkt die süße Obstbanane (Musa paradisiaca) das Bild beherrscht. Auf 50 bis 60 Arten schätzen Botaniker die Gattung. Für Haus und Garten sind vor allem die Zwergbanane (Musa acuminata), Musa basjoo und Musa sikkimensis interessant. Zu ihnen muss man die Zierbanane (Ensete ventricosum) hinzurechnen.

Bis zu 15 Meter hoch

Auch wenn die meisten Bananen von ihrer Gestalt her eher an Bäume erinnern, gehören sie doch alle zu den Stauden. Was bei ihnen wie ein Stamm aussieht, besteht in Wahrheit aus eng umeinander gelegten Blättern. Trotzdem erreichen einige Arten mit diesem Pseudostamm mühelos 15 Meter Höhe. Stammstruktur besitzt nur der "Blütenstängel", der sich bei der erwachsenen Pflanze zwischen den eng gerollten Blättern nach oben schiebt.

Blüte nach zwei bis drei Jahren

Durch das eigene Gewicht kippt er schließlich nach unten und zeigt das charakteristische Bild roter oder rosa Tragblätter, die wie Schuppen übereinander greifen. Unter ihnen sitzen die Einzelblüten im Halbkreis um den Stamm, aus denen die typischen Bananenbüschel entstehen. Gute Wachstumsbedingungen vorausgesetzt, kann Musa acuminata nach zwei bis drei Jahren anfangen zu blühen.

Banane trägt nur einmal

Mit der Blüte und Fruchtreife endet allerdings auch der Lebensrhythmus der stattlichen Pflanze. Den Besitzern einer Zierbanane bleibt dann nichts anderes übrig, als auszusäen und neu heran zu ziehen oder gleich ein neues Exemplar zu kaufen. Die Musa-Arten machen es ihren Eigentümern leichter. Sie treiben aus dem Wurzelstock neu aus. Bei einigen geschieht das reichlich, so wie bei der neuen, kleinwüchsigen Sorte ‘Little Prince‘. Sie gehört wie viele der in Gärtnereien angebotenen Exemplare zur Zwergbanane Musa acuminata oder Musa nana.

Kleine "Indoor-Bananen"

Mit ihrem relativ kompakten Wuchs von einem bis maximal zwei Meter Höhe eignen sich die Acuminata-Sorten gut für Zimmer und Wintergarten. Dagegen werden Zierbananen mit ausgewachsen sechs Meter Höhe und fünf Meter Breite für das Zimmer rasch zu groß. Umso eindrucksvoller wirkt sie in großen Hallen und Glasanbauten.

Selbst der Winter ist kein Problem

Wärme ist das Lebenselixier von Musa acuminata wie Ensete, 15 bis 25 Grad sind ihnen gerade recht. Auch wärmer darf es ruhig sein, nur viel kühlere Temperaturen mögen sie nicht. Unter 10 Grad fangen sie an zu kränkeln. Japanische Faserbanane (Musa basjoo) und Darjeelingbanane (Musa sikkimensis) dagegen stecken Kälte gut weg und überstehen ausgepflanzt und geschützt selbst härtere Winter.

Wurzelstock gut schützen

Bei allen Pflanzen, die draußen überwintern, entscheidet der vor Frost gut geschützte Wurzelstock über das Weiterleben. Die oberirdischen Teile sterben ab. Sie werden nach dem ersten Frost auf 70 bis 100 Zentimeter Höhe zurück geschnitten. Über den Bereich des Wurzelstocks kommt eine dicke Packung aus Laub oder Holzwolle. Darüber wird eine Kunststofffolie gegen eindringendes Wasser gelegt.

"Hungrige" Bananen im Frühjahr

So geschützt überdauert die Banane und treibt im Frühjahr frisch wieder aus. Dann braucht sie reichlich Nährstoffe. Auch die Bananen, die im Zimmer oder Wintergarten überwintert haben, starten hungrig ins Frühjahr. Am besten ist es, sie gleich in einen relativ großen Topf oder Kübel umzutopfen. Fast noch wichtiger ist die gleichmäßige Wasserversorgung. Die Erde im Bananentopf sollte nie ganz austrocknen, aber auch nicht stauend nass sein.

 







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